100 Jahre Zollbauten an der deutsch-dänischen Grenze
Der heutige Verlauf der deutsch-dänischen Grenze ist das Ergebnis der Volksabstimmungen im Jahre 1920. Danach mussten die dänischen und deutschen Behörden in kürzester Zeit Grenzbauten errichten – von der Nordseeküste bis zur Flensburger Förde. Zollämter, Kontrollstationen, Abfertigungsanlagen und vor allem Dienstwohnungen für die Grenzbeamten wurden gebraucht. Diese Zollarchitektur war damals völlig neu in einer Gegend, die vorher nie Grenzraum war und sie veränderte das Bild der Landschaft und der Dörfer an der Grenze.
Mit diesen Themen, besonders mit ihrer lokalhistorischen und baukulturellen Bedeutung beiderseits der Grenze, haben sich die Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e.V., die Kulturstation Zollhäuser in Rodenäs und der Lokalhistorisk Forening for Gl.-Tønder Kommune intensiv befasst und daraus die zweisprachige Ausstellung „100 Jahre Zollbauten an der deutsch-dänische Grenze“ konzipiert. Unterstützung erhielten sie dabei von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus der Grenzregion, die mit ihren Fotos, Plänen und Erinnerungen zur Ausstellung beitrugen. Auch der Bürgerprojektefonds des EU Interreg-Projektes Dänemark-Deutschland förderte die Ausstellung
Nach Stationen in den Zollhäusern Rodenäs, im Grenzmuseum Renz, im Museum „Mellem Slesvigs Grænser“ und der Stadtbücherei Niebüll, ist die Ausstellung nun vom 23.1. bis 20.3.2026 im Infozentrum Wiedingharde in Klanxbüll zu sehen. „Wir haben uns sehr über die Anfrage der Beteiligten gefreut, ob wir die Ausstellung nicht auch in unseren Räumlichkeiten zeigen möchten“, erzählt Infozentrums-Leiterin Carola Steltner. „Wir finden das Thema absolut passend bei uns und es ergänzt unsere eigene Dauerausstellung sehr schön“, so Steltner weiter. Die Wanderausstellung wird im Erdgeschoss des Infozentrums gezeigt, so dass sie für jeden zugänglich ist.
Zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 9 – 13 Uhr, wird das Infozentrum in diesem Zeitraum auch jeden Mittwochnachmittag von 15 – 18 Uhr geöffnet sein.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.

