Tanz der Stare
Zur blauen Stunde, kurz vor Sonnenuntergang, ereignet sich in der deutsch-dänischen Grenzregion eine faszinierende Naturbeobachtung. In der Marsch bei Aventoft kommen hunderttausende Stare zusammen und formieren sich zu einer lebendigen Wolke am Himmel.
Auf der Suche nach einem gemeinsamen Schlafplatz tanzen die Zugvögel scheinbar mühelos als eine Einheit durch die Luft. Es ist ein stiller Himmelstanz vor der untergehenden Sonne. Wie eine dunkle Kugel schiebt sich der Schwarm vor die letzte Lichtquelle des Tages, verdichtet sich, löst sich auf und findet immer wieder neu zusammen.
Der Schwarm wirkt wie ein einziges Wesen: ständig in Bewegung, dehnt er sich aus, zieht sich wieder zusammen und verändert unaufhörlich seine Form – ein fließendes Spiel aus Licht und Schatten. Mit dem endgültigen Verschwinden der Sonne kehrt Ruhe ein. Die Stare lassen sich im Schilfrohr nieder, und mit der hereinbrechenden Dämmerung endet das Schauspiel des Tages.
Um sich dieses Naturschauspiel anzusehen, sind die Straßen am Haasberger See und dem Rutebüller See bestens geeignet.
Tipp: Auch in den frühen Morgenstunden kann dieses Naturschauspiel beobachtet werden.




